Tag des Sportmentaltrainings in Leipzig

Am 10. August 2017 fand der Tag des Sportmentaltrainings in der Red Bull Arena in Leipzig statt. Aus unserer Sicht ein voller Erfolg!

Über 80 Trainer und Sportler aus ganz Sachsen nahmen daran teil und wollten mehr über Sportmentaltraining und Flow erfahren.

In Kooperation mit der Deutschen Mentaltrainer Akademie e.V. (DMA) konnten wir den Tag des Sportmentaltrainings in Leipzig ins Leben rufen. Dabei hatten wir tolle Unterstützung von Micheal Beer von Concept4Sports und dem Landessportbund Sachsen.

Es gab spannende Vorträge und dazu passende Trainingseinheiten rund um die Themen mentale Wettkampfvorbereitung und Flow. Als besonderes Highlight berichtete der Leiter für Fortbildungen der Spezialeinheiten der Polizei Andreas Eberlein wie der Einsatztrupp von den Mentaltechniken aus dem Spitzensport profitieren kann.

Damit auch du als Sportler und Trainer davon profitieren kannst, gibt es hier unsere Zusammenfassung.

1. Mentale Wettkampvorbereitung: Wie bereite ich meine Sportler mental auf den Wettkampf vor

Als Vorsitzender der Deutschen Mentaltrainer Akademie e.V. (DMA) begann Michael Draksal die Veranstaltung mit seinen beiden Vorträgen Unterschiede: Mentaltraining vs. Coaching vs. Sportpsychologie vs. Psychotherapie und Mentale Wettkampvorbereitung: Wie bereite ich meine Sportler mental auf den Wettkampf vor.

Bei der Unterscheidung von Mentaltraining zu den anderen drei Disziplinen Coaching, Sportpsychologie und Psychotherapie stellte Michael Draksal klar: Ein Sportmentaltrainer unterstützt Sportler durch regelmäßiges Training noch besser zu werden und deren Leistung immer weiter zu entwickeln und zu optimieren. Es geht also nicht wie in der Therapie um eine Defizit-Minimierung, sondern ganz klar um Leistungsaufbau.

Beim Mentaltraining geht es also vorrangig darum, den Sportler dahin zu trainieren, dass er seine Trainingsleistung im Wettkampf abrufen kann. Anders ausgedrückt:

Gut sein, wenn‘s drauf ankommt

Dazu passend gibt Micheal Draksal in der Fernsehsendung MDR um 11 eine kurze Beschreibung, worum es beim Mentaltraining geht. Hier ein kleiner Zusammenschnitt:

Dabei spielt die mentale Wettkampfvorbereitung eine zentrale Rolle. Und wie die funktioniert, zeigte Michael Draksal in seinem zweiten Vortrag.

Besonders hob er dabei die Wirkung von Handlungsplänen hervor. Denn unerwartete kritische Situationen treten bei Wettkämpfen immer wieder auf. Sind Sportler auf solche Situationen vorbereitet, können diese sie nicht gleich aus der Bahn werfen. Ein vorher auf den Sportler zugeschnittener Handlungsplan auf den 3 Ebenen (körperlich, mental, emotional) hilft ihm auch in brenzligen Situationen seine Leistung zu erbringen.

Positiver Nebeneffekt eines Handlungsplans: Auch wenn keinerlei kritische Situation eintritt, geht der Sportler selbstsicherer in den Wettkampf, da er auf alle Eventualitäten vorbereitet ist.

Als weiteres wichtiges Element der mentalen Wettkampfvorbereitung nannte Michael den Flow-Zustand oder besser ausgedrückt, das Erreichen des Flow-Zustands.

2. Komme in den Flow

Für die mentale Wettkampfvorbereitung und um in den Flow zu kommen, führte Michael Draksal aus, wie wichtig ein Wechsel von der bewusst hin zur unbewussten Bewegungssteuerung ist. Was das genau bedeutet, erfuhren die Teilnehmer dann in meinem anschließenden Vortrag Komme in den Flow.

Zentraler Bestandteil war dabei die Flow-Pyramide. Mit Hilfe der Flow-Pyramide und den damit verknüpften Übungen ist es möglich, von der bewussten hin zur unbewussten Bewegungssteuerung zu trainieren. Und damit wiederum häufiger und schneller in den Flow zu kommen.

Die Flow-Pyramide ist ein Trainingsplan zur Erreichung des Flow-Zustandes mit Mentaltechniken aus über 25 Jahren Erfahrung im Leistungssport.

Die Flow-Pyramide besteht aus vier Ebenen: Körperwahrnehmung, Körpergefühl, Bewegungsgefühl und Flow. Zu jeder dieser vier Ebenen gibt es passende Übungen.

Indem Sportler diese vier Bereiche regelmäßig trainierst, erreichen sie schneller und häufiger den Flow und erreichen auch im Training und denWettkämpfen ein völlig neues Niveau.

3. Aus der Praxis: Sportmentaltraining beim Spezialeinsatzkommando der Polizei

Als besonderes Highlight berichtete Andreas Eberlein (Ausbildungsleiter beim Spezialeinsatzkommando der Polizei) wie der Einsatztrupp von den Mentaltechniken aus dem Spitzensport profitieren kann.

Spannend zu erfahren war, dass Andreas Eberlein zunächst mit dem Thema Flow nicht so viel Anfangen konnte.

Flow? Vergessen was man gelernt hat und einfach Spaß haben?

Themen wie Erholungsoptimierung und Entspannungstechniken hatte er zuvor als Ausbilder eher stiefmütterlich behandelt.

Doch dann kam während seiner Ausbildung zum Sportmentaltrainer bei der Deutschen Mentaltrainer Akademie e.V. (DMA) für ihn die Erkenntnis: Flow und alles geht wie von selbst, macht tatsächlich Sinn für die Ausübung. Auch konnte er sich selbst von dem enormen Nutzen und der Sinnhaftigkeit der Erholungsoptimierung überzeugen.

So sind neben dem Thema Flow gerade Entspannungstechniken zur Erholungsoptimierung zu einem ganz zentralen Thema in seiner Tätigkeit als Ausbilder beim Spezialeinsatzkommando geworden. Sie werden nun als fester Bestandteil in der Praxis umgesetzt.

In der Fernsehsendung MDR um 11 zeigt Andreas Eberlein wie er das Mentaltraining in seiner Tätigkeit als SEK-Ausbilder nutzt. Hier ein kurzer Ausschnitt:

Fazit

Der Tag des Sportmentaltrainings in Leipzig war für uns ein voller Erfolg. Vielen Dank für die engagierte Unterstützung von Michael Beer und sein Team von Concept4Sports sowie dem Landessportbund Sachsen, ohne die die Veranstaltung so nicht möglich gewesen wäre.

Vielen Dank auch an die über 80 Trainer und Sportler und ihr großes Interesse und Teilnehmen.

Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer bestärken uns darin, diese Veranstaltung weiter auszubauen. Es sind also weitere Tage des Sportmentaltrainings in Leipzig aber auch in anderen Städten in Planung. Wir halten Dich auf dem Laufenden.

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